Kindle – Und sonst nichts?
Ganz sicher nicht. Wobei das immer eine Frage der persönlichen Entscheidung bleiben wird. Wer sich für den Marktführer entscheidet, entscheidet sich für viele Vorteile, die das mit sich bringt. Die Auswahl ist bestechend umfangreich. So können über den Kindle-Shop nicht nur Bücher, sondern auch Magazine und Tageszeitungen heruntergeladen werden.
Gelesen werden kann aber auf allen anderen Geräten auch, wie beispielsweise dem Sony Reader, der allerdings keine Anbindung an einen eigenen Shop vorweisen kann, sondern immer extern befüllt werden muss. Dafür kann man bei diesem Gerät den Speicher per Micro-SD Karte erweitern.
Der Oyo, das über Thalia angebotene Gerät, hat Zugriff auf die dortige, hauseigene E-Book-Bibliothek, die um einiges kleiner ist als die von Amazon. Dafür hat man hier echten Touchscreen-Komfort.
Als E-Reader vertreibt das Haus Archos seinen 70b. Das auf der Plattform Android basierte Betriebssystem bietet mehr als ein reiner E-Reader, der Funktionsumfang liegt zwischen dem eines Lesegeräts und klassischen Tablet-PCs. Ob der Lesegenuss aufgrund der hier nicht zur Anwendung kommenden E-Ink-Technologie den eigenen Anforderungen entspricht, kann nur im Selbsttest herausgefunden werden. Interessant sind sicherlich die mögliche Anbindung an den Kindle-Shop per entsprechender App und die Erweiterung des Speichers per MicroSD.
Praktische Lesealternativen bieten auch diverse „reine“ computerbasierte Geräte wie Tablet-PCs, iPad, Smartphones und iPhone. Für alle gibt es Programme, die das Lesen von E-Books gestatten. So bequem wie auf den eigens dafür konzipierten Readern ist es mit ihnen aber nicht möglich. Sie sind größer oder für dauerhaftes Lesen zu klein und verfügen in der Regel über LCD, auf denen Textdokumente sich nicht so entspannt betrachten lassen wie auf E-Paper.
Nicht der Markt wird es richten, sondern der Kunde, der Lesestoff konsumieren möchte. Der Leser wird darüber entscheiden, wie er in Zukunft sein Material am liebsten aufbereitet haben mag. Die Technik ermöglicht immer mehr Komfort, den inzwischen die neuesten Geräte für digitales Lesen bieten. Von wem will man verlangen, darauf zu verzichten – Aus welchen Gründen auch immer?

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