Wie die Anzeige funktioniert: E-Ink
Die Bezeichnung elektronische Tinte mag im ersten Moment verwirren. Amazon wirbt für den neuen Kindle sogar damit, dass „echte“ Tinte zur Anzeige der Inhalte auf dem Display verwendet wird.
Das heute auf den meisten Geräten zum Einsatz kommende Verfahren beruht auf Entwicklungen, die in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ihren Anfang nahmen. Die damalige Technologie „Gyricon“ verwendete zweifarbigen Kügelchen, die durch elektrische Spannung wahlweise die weiße oder die schwarze Seite zeigten. Diese Technik erwies sich jedoch als unrentabel.
Das derzeit am häufigsten verwendete E-Paper nutzt flexiblen Kunststoff als Trägermaterial für Mikrokapseln. Sie sind gefüllt mit schwarzen und weißen Partikeln, die negative bzw. positive Ladungszustände aufweisen und in einer transparenten Flüssigkeit „schwimmen“. Dieses Polymer hält durch seine Zähflüssigkeit die Mikrokapseln dauerhaft in einmal zugewiesenen Positionen. Die wiederum durch elektrische Spannung bewirkte Darstellung bleibt für mehrere Wochen erhalten.
Die Firma E-Ink Corporation begann 2004 mit der Serienfertigung des elektronischen Papiers, das heute am weitesten verbreitet ist. Alternativen werden unter anderem produziert von den Firmen Bridgestone und Plastic Logic.
Inzwischen wurde E-Paper entwickelt, das die Darstellung farbiger Inhalte ermöglicht. Ob und wann es zu einem Einsatz auf E-Readern kommt, ist derzeit noch nicht abzusehen.
Andere technologische Verfahren wie Elektrobenetzung oder Interferenz-Modulation, konnten sich nicht in großem Maßstab durchsetzen.
Dass ein E-Reader sozusagen ein einziges „Blatt Papier“, das Display, immer wieder benutzt und dass die Daten digital und damit komprimiert bevorratet werden, bietet einige interessante Vorteile.

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